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Alt 26.10.2012, 02:08:59   #1
xanadu
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Ausrufezeichen Schweizer Pharmakonzern Novartis: Deutschland stoppt Auslieferung von Grippeimpfstof

Neuer Ärger um den Grippeschutz: Wegen Verdachts auf Verunreinigungen in Novartis-Impfstoffen haben jetzt auch die deutschen Behörden zwei Mittel teilweise aus dem Verkehr gezogen.
Betroffen sind zudem Italien, Schweiz und Österreich.

Hamburg - Die Grippeimpfsaison startet mit Problemen: Nachdem in Ampullen zweier Grippeimpfstoffe des Herstellers Novartis weiße Partikel entdeckt worden waren, schlugen italienische Behörden Alarm.
Die Aktion endete zunächst in dem Verkaufsstopp der beiden Impfstoffe Fluad und Agrippal in Italien, später auch in der Schweiz und in Österreich.
Jetzt haben auch die deutschen Behörden ein Verkaufsverbot verhängt.

Das Verbot betrifft vier Chargen des Impfstoffs Begripal und eine Charge des Impfstoffs Fluad.
Das teilte das für die Zulassung zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) am Donnerstagnachmittag mit. In Italien wird Begripal unter dem Handelsnamen Agrippal vertrieben.
Beide auf dem deutschen Markt erhältlichen Impfstoffe werden von Novartis in Italien produziert.

"Diese Maßnahme dient dem Schutz der Patienten vor möglichen Nebenwirkungen", heißt es in der Stellungnahme vom PEI.
Diese könnten nach der Verabreichung von Impfstoffen, die Ausflockungen zeigen, innerhalb einiger Stunden auftreten.
Institutspräsident Klaus Cichutek sagte, dass es sich dabei um Unverträglichkeiten wie allergische Reaktionen handeln könne.

In Deutschland sind insgesamt 16 verschiedene Impfstoffe gegen die saisonale Grippe im Winter 2012/13 zugelassen.
Bisher wurden 14,2 Millionen Dosen freigegeben.
Der ebenfalls von Novartis in Marburg produzierte Grippeimpfstoff Optaflu ist von dem Auslieferungsstopp dagegen nicht betroffen.
Auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE teilte das PEI mit, dass es sich bei den zurückgezogenen Chargen um insgesamt mehrere hunderttausend Dosen Impfstoff handelt.

Zwar habe man in Deutschland solche Ausflockungen bei den Impfstoffen Fluad und Begripal bisher nicht beobachtet, betonte das PEI, dennoch rufe man jene Chargen zurück, bei deren Produktionsvorstufen weiße Partikel aufgefallen seien.

Während das Schweizer Pharmaunternehmen in einer Presseerklärung die Unbedenklichkeit der Stoffe betont, schlugen das römische Gesundheitsministerium und die Pharmaziebehörde Aifa etwas andere Töne an: Es gehe um "möglicherweise gesundheitsgefährdende Qualitätsmängel".
Der Impfstoff sei als Vorsichtsmaßnahme gestoppt worden, weil "unerwünschte Reaktionen" darauf möglich seien.
Bisher seien aber keine Beschwerden bekannt geworden, hieß es in einer Mitteilung.


Etwas weniger aufgeregt gibt sich die Schweizer Zulassungs- und Kontrollbehörde für Heilmittel Swissmedic in Bern, die erklärte: "Erste Abklärungen haben ergeben, dass die Sperrung in Italien erfolgte, weil in den Spritzen weiße Partikel festgestellt wurden."
Die Schweizer Experten vermuten, dass "es sich um Verklumpungen von normalen Bestandteilen des Impfstoffs" handelt.
Swissmedic gehe davon aus, "dass Personen, die in der Schweiz bisher geimpft wurden, gesundheitlich nicht gefährdet sind".

Wie in Italien hatte Novartis auch in Österreich die zuständigen Stellen selbst eingeschaltet.
Laut einem Gutachten des Herstellers sind die Partikel in den Impfstoffen unproblematisch. Österreich wolle ungeachtet des Novartis-Gutachtens selbst prüfen, ob die Impfstoffe tatsächlich völlig unbedenklich sind, hieß es im Ministerium.
Das könne aber bis zu drei Wochen dauern, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums.

Reine Vorsichtsmaßnahme
Auch Novartis-Chef Joseph Jimenez beteuerte, die Impfstoffe seien sicher und wirksam.
Die in Italien hergestellten Mittel seien in mehrere Länder Europas und Asiens exportiert worden, erklärte er am Donnerstag bei einer Pressekonferenz zur Vorstellung der Konzern-Quartalszahlen in Basel.
Die betroffenen Chargen habe Novartis bereits in Italien identifiziert und dort gar nicht erst ausgeliefert.
Das spreche für die Qualitätssicherung des Konzerns.

Dennoch empfahl das österreichische Gesundheitsministerium den Ärzten, bis auf weiteres auf andere Hersteller umzusteigen.
Betroffen seien die drei unter den Namen Fluad, Sandovac und Optaflu vertriebenen Impfstoffe.
"Dies ist eine reine Vorsichtsmaßnahme, Hinweise auf eine Gefährdung für Patienten liegen derzeit nicht vor", hieß es vom Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen.

Ärzte und die Ständige Impfkommission (Stiko) empfehlen dennoch weiterhin bestimmten Risikogruppen, sich gegen die saisonale Influenza impfen zu lassen.
Allerdings sollte man vorher seinen Arzt nach dem verwendeten Impfstoff fragen: "Das ist im Moment grundsätzlich sinnvoll, damit man hinterher keinen Stress hat, falls mit dem Impfstoff etwas nicht in Ordnung ist", sagte Peter Walger, Infektiologe und Chefarzt für Intensivmedizin am Johanniter-Krankenhaus in Bonn.

Ärzte, die bisher das Novartis-Produkt Begripal verwendet haben, könnten auf das Serum anderer Hersteller ausweichen.
Diese in Deutschland zugelassenen Impfstoffe sind laut Walger qualitativ gleichwertig.

Es ist nicht die erste Aufregung um die Grippeimpfstoffe von Novartis in diesem Jahr:
In Bayern, Schleswig-Holstein und Hamburg hatte Novartis mit Begripal als günstigstem Impfstoff eine Ausschreibung der Krankenkassen gewonnen, worauf diese Exklusivverträge mit dem Hersteller abschlossen.
Doch Anfang Oktober teilte die Firma mit, den Impfstoff vorerst nicht liefern zu können.
In den Regionen kam es zu Engpässen, obwohl die Kassen den Exklusivvertrag aussetzten.
Über Engpässe bei der Belieferung mit Grippeimpfstoff wird auch in der Schweiz geklagt.

Das Wichtigste zur Grippeschutzimpfung
Wer sollte sich gegen die Grippe impfen lassen?
Was sollten die Risikogruppen beachten?
Wie verträglich ist die Impfung für sie?
Lesen Sie die Antwort hier

In einem durchschnittlichen Winter sterben in Deutschland 8000 Menschen an den Folgen einer Grippe. Schwangere, ältere Menschen und chronisch Kranke sind besonders gefährdet für Komplikationen.
Sie sollten sich impfen lassen - genauso wie medizinisches Personal.

Informationen für Schwangere
Die Ständige Impfkommission (Stiko), eine unabhängige Expertengruppe beim Robert Koch-Institut, empfiehlt die Grippeimpfung allen gesunden Schwangeren ab dem vierten Monat.
Schwangere, die chronische Erkrankungen wie Asthma oder Diabetes haben, sollten schon früher geimpft werden.

Dafür gibt es gute Gründe: Durch Veränderungen des Körpers und des Immunsystems können schwangere Frauen Krankheitserreger nicht so gut abwehren.
Im Laufe der Schwangerschaft steigt daher das Risiko für schwere Krankheitsverläufe und Komplikationen wie Lungenentzündungen, die im Krankenhaus behandelt werden müssen.
Zusätzlich erhöht eine Infektion der Mutter das Risiko für Früh- und Fehlgeburten sowie Wachstumsstörungen.

Eine Vielzahl an Studien hat gezeigt, dass Schwangere und ihre ungeborenen Kinder die Impfung gut vertragen.
Es ist ausgeschlossen, dass sie sich bei der Impfung mit dem Virus anstecken.
Da die Mutter über die Plazenta Antikörper an ihr Kind weitergibt, schützt die Impfung auch den Säugling in den ersten Monaten nach seiner Geburt vor einer Infektion.
Andernfalls können Kinder erst ab einem Alter von sechs Monaten geimpft werden.
Quelle: Faltblatt der BZgA für Schwangere

Informationen für Menschen ab einem Alter von 60
Das Immunsystem verliert im Alter seine Stärke, es kann Krankheitserreger nicht mehr so gut bekämpfen.
Dies macht ältere Menschen besonders anfällig für Grippeviren.
Die Infektionen verlaufen häufig heftiger, können länger anhalten und lebensbedrohliche Begleiterkrankungen mit sich bringen.
Mit am häufigsten handelt es sich bei diesen Komplikationen um eine Lungenentzündung.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die Grippeschutzimpfung für alle Personen ab 60 Jahren.
Die Krankenkassen übernehmen für sie die Kosten, die Praxisgebühr entfällt.
Die Impfung ist in der Regel gut verträglich, hin und wieder kann sich die Einstichstelle röten, anschwellen und schmerzen.
Weitere mögliche Nebenwirkungen sind erhöhte Körpertemperatur und allgemeines Unwohlsein, beides verschwindet jedoch in der Regel nach ein bis zwei Tagen.

Geimpfte sollten unbedingt beachten, dass eine Impfung gerade bei geschwächtem Immunsystem keinen hundertprozentigen Schutz bietet.
Wer typischen Symptome entwickelt - Fieber, Halsschmerzen, trockener Husten, heftige Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen - sollte sofort zum Arzt gehen.
Quelle: Faltblatt der BZgA für Menschen ab 60 Jahren

Informationen für chronisch Kranke
Chronische Erkrankungen wie Asthma, Diabetes, Multiple Sklerose oder eine HIV-Infektion fordern den Körper.
Dies macht sich bei einer Grippeinfektion bemerkbar:
Patienten haben ein besonders hohes Risiko für schwere oder sogar lebensbedrohliche Krankheitsverläufe.
Vor allem, wenn durch die Vorerkrankung die Atemwege oder das Immunsystem beeinträchtigt sind.

Wer eine entsprechende Grundkrankheit hat, sollte nach Empfehlungen der Stiko ab einem Alter von sechs Monaten geimpft werden.
Nach Möglichkeit sollten sich auch Angehörige und enge Kontaktpersonen von chronisch Kranken impfen lassen, empfiehlt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.
Die Impfung sollte am besten vor Beginn der Grippesaison im Oktober oder November erfolgen, da es etwa zwei Wochen dauert, bis der Körper seinen Schutz voll aufgebaut hat.

Zu den Erkrankungen, durch die ein höheres Risiko durch die saisonale Grippe besteht, zählen: Chronische Krankheiten der Atmungsorgane (inklusive Asthma), Herz- oder Kreislaufkrankheiten, Leber- oder Nierenkrankheiten, Stoffwechselkrankheiten wie Diabetes, chronische neurologische Krankheiten wie Multiple Sklerose, angeborene und erworbene Immundefekte, HIV-Infektionen.
Die Betroffenen sollten die Impfung immer mit ihrem Arzt besprechen.
Quelle: Faltblatt der BZgA für chronisch Kranke

Informationen für medizinisches und pflegerisches Personal
Ärzte, Krankenschwestern, Altenheim-Mitarbeiter und anderes medizinisches Personal trifft Tag für Tag auf Menschen, die aufgrund eines geschwächten Immunsystems und anderer Krankheiten ein erhöhtes Risiko für gefährliche Grippeverläufe haben.
Sie sollten sich daher jedes Jahr gegen die Grippe impfen lassen.

Hinzu kommt, dass durch den engen Kontakt mit Patienten auch das Risiko, an einer Grippe zu erkranken, erhöht ist.
Der Erreger der saisonalen Grippe ist hoch ansteckend und kann schon vor Ausbruch der Symptome übertragen werden.
Dabei kann ein Händedruck mit einer infizierten Person ausreichen.

Betroffene sollten sich rechtzeitig vor Beginn der Grippewelle im Oktober oder November impfen lassen.
Nach circa zwei Wochen ist der Körper vor einer Ansteckung mit dem Virus geschützt.
Häufig werden spezielle Impftermine direkt am Arbeitsplatz angeboten, so dass die Impfung nur mit einem geringen Aufwand verbunden ist.

Studien zeigen außerdem, dass etwa die Menschen in einem Alten- oder einem Pflegeheim am besten geschützt sind, wenn sowohl Bewohner als auch das Personal gegen die saisonale Grippe geimpft sind.
Demnach lohnt es sich auch, auf die Impfungen der Bewohner zu achten.
Hilfreich sind auch Hygienemaßnahmen wie das häufige Händewaschen und das Niesen sowie Husten in die Armbeuge oder ein Papiertaschentuch.
Quelle: Faltblatt der BZgA für medizinisches Personal


Quelle
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isnogod (26.10.2012)
Alt 28.10.2012, 18:26:56   #2
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AW: Schweizer Pharmakonzern Novartis: Deutschland stoppt Auslieferung von Grippeimpfs

War da nicht was mit den Nebenwirkungen der Schweinegrippe - Schutzimpfung

irgendwie drängt sich der Verdacht auf das diese Schutzimpfungen nur einen Sinn haben: make Money Money Money

kann mich nicht entsinnen das es früher solche Impfungen gab
sunset54 ist offline   Mit Zitat antworten
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